Im Zuge des weltweiten, aber auch regionalen Artenschwundes in Deutschland, fällt Habitatbäumen eine immer wichtigere Rolle zu – ganz besonders im öffentlichen Raum.
Sie bilden mit ihren Strukturen wertvolle Rückzugsmöglichkeiten, aber vor allem überlebenswichtige Lebensraumnischen für Arten die zwingend auf derartige Kleinstbiotope mit ihren jeweiligen Ausprägungen angewiesen sind.

Spechthöhlen, Nischen und Spalten in Altbäumen für z.B. Fledermäuse, zersetztes Holz von verschiedenen Bäumen für totholzliebende Käfer…ein Habitatbaum ist ein u.U. unentbehrlicher Lebensbereich für eine Art.
Brutbäume des Hirschkäfers z.B. werden immer seltener, da alte Eichen kaum mehr belassen werden oder im Zuge der Verkehrssicherungspflicht häufig vorsorglich gefällt werden. Das Belassen eines z.B. Torsos kann hier ein Fortbestehen der Art sichern, ohne große monetäre Kosten mit sich zu bringen.
Für den Zugewinn an Artenvielfalt ist ein Habitatbaum in diesem Beispiel unbezahlbar. Es muss nur kommuniziert und sensibilisiert werden.

Nicht alle Tiere können größere Entfernungen im Flug oder zu Fuß zurücklegen. Die stetig fortschreitende Zersiedlung und Inanspruchnahme von Flächen aus dem Naturraum, macht es manchen Arten schwer bis unmöglich sich andernorts fortzupflanzen, wenn Ihnen ihre ökologische Sphäre genommen wird.

Der Habitatbaum als natürliches Insektenhotel

Habitatbäume dienen somit der Sicherung von genügend Kleinökosystemen, um ein Fortbestehen einer Art im Umkreis und einer räumlichen Ausdehnung zu gewährleisten.

Bei Kleinstvorkommen können sie sogar helfen, eine Art vor dem Aussterben zu bewahren.
Da bei immer geringer werdenden Artenzahlen auch eine breite genetische Durchmischung nötig ist, wird mit jedem Habitatbaum eine potentielle Basis erhalten für die nötige Vielfalt.

 

Ohne die Etablierung von Habitatbäumen bei gleichbleibender Bebauung bzw. Aneignung von Flächen aus der Natur sieht sich die Artenvielfalt einer nicht zu bewältigenden Aufgabe gegenüber. Aus Sicht des Naturschutzes muss dem Mangel an Biotopbäumen entgegengewirkt werden.
Es ist somit an den verschiedenen Entscheidungsträgern im öffentlichen Raum hier eine Schutzzone zu etablieren, die den schutzbedürftigen Arten ein bleibendes Refugium gewährleistet.
Die Natur kann hier nicht für sich selbst einstehen.

Da ein Habitatbaum selten den von der breiten Bevölkerung gewünschten ästhetischen Anspruch an „innerstädtisches Grün“ erfüllt, biete ich Ihnen auf meiner Seite die Möglichkeit, Schilder für Habitatbäume zu erwerben.

Als Sachverständige für Bäume, studierte Forstwissenschaftlerin aber vor allem als Waldökologin ist es mir ein großes Anliegen, hier für Aufklärung zu sorgen und das Wissen und den Wert von Habitatbäumen in der Öffentlichkeit zu etablieren und einen kleinen Teil dazu beizutragen, Altbäume so lange wie möglich zu erhalten – auch im innerstädtischen/gemeindlichen Raum.

Hier geht es zu den Schildern für Ihren Habitatbaum vor Ort…

Jeder belassene Habitatbaum ist ein potentieller Garant für die Artenvielfalt.
Es ist kein großer Aufwand ihn zu belassen, aber ein großer Beitrag zur Biodiversität.

Ihre Baumexpertin
Daniela Antoni